Hyperhidrose - Hyperidrose
Vermehrte Schweißabsonderung / Transpiration
Unterarmnässe - Schweiß im Gesicht - feuchte Handflächen - Schweißfüße - Schwitzausgleich
Scheuern - Körpergeruch und Fußinfektionen
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Hyperhidrose - übermäßiges Schwitzen - verursacht
Beschwerden, die das Zusammenleben mit anderen Menschen erschweren
und den Leidenden das Leben zur Qual machen. Leider sind sich praktische
Ärzte oft nicht bewusst, welch peinliche und häufig unangenehme
Symptome die erhöhte Schweißausscheidung verursachen kann, oder
sie messen diesem Leiden wenig Bedeutung bei. Traurigerweise hat
dies dazu geführt, dass viele Menschen still vor sich hin leiden.
Und genau für diese Menschen wurde diese Web-Site eingerichtet.
Ich heiße Jeff Bracey, bin britischer Apotheker und behandle seit
über 30 Jahren Menschen, die Probleme mit Schweiß und Körpergeruch
haben. Ich wollte diese Tipps aufschreiben, um diesen Menschen bei
der Suche nach einem Mittel gegen starkes Schwitzen zu helfen, so
dass sie ein neues Selbstvertrauen entwickeln können.
Hyperhidrose kann auf unterschiedliche Weise
behandelt werden. Zuerst möchte ich jedoch vorschlagen, dass Sie
im Internet surfen und sich an ein oder zwei der vielen Hyperhidrose-Diskussionsgruppen
beteiligen, bevor Sie ein “Heilmittel” ausprobieren. Auf diese Weise
kann man die eigenen Beschwerden mit denen anderer vergleichen und
einschätzen, wie schwerwiegend das Problem ist und welche Therapien
wohl am besten wirken. Ein bisschen “Tippen und Recherche” kann
Ihnen viel Zeit ersparen, die mit monatelangem Herumprobieren leicht
verschwendet wird. Besuchen Sie z.B.: www.ctsnet.org/forum/35
oder http://communities.msn.com/ExcessiveSweatHH
(auch bei Problemen mit Körpergeruch nützlich).
Für Hyperhydrose gibt es fünf verschiedene Therapien.
Alle können helfen, bei einem stärker ausgeprägten Leiden ist es
häufig jedoch besser, die verschiedenen Methoden zu kombinieren.
Eine Normalisierung der Transpiration an den meistbetroffenen Körperstellen
ist in fast allen Fällen möglich. Es besteht also Grund zur Hoffnung.
Lesen Sie weiter.
ANTITRANSPIRANTE
Das beste Mittel gegen Hyperhidrose ist ein
Aluminiumchlorid-Antitranspirant. Es stehen jedoch mehrere Produkte
zur Auswahl. Die Wahl des richtigen Antitranspirants ist jedoch
nicht so einfach. Die Konzentration des Aluminiumchlorids in Wasser
oder Alkohol beträgt zwischen 5% und 20%. Der Trockeneffekt steht
direkt im Verhältnis zum Aluminiumchloridanteil der Zusammensetzung.
Die Reizwirkung des Präparats hängt von der Konzentration der aktiven
Substanz und der vorhandenen Wassermenge ab. Marken mit geringeren
Konzentrationen, wie z.B. Certain Dri, Maxim und 5-Day, sind zwar
weniger wirksam, können aber bei nicht so stark ausgeprägter Hyperhidrose
Linderung verschaffen. Die Wasserlösung in diesen Antitranspiraten
führt jedoch eher zu Hautreizungen, da die aktive Substanz sich
im Wasser langsam zersetzt und hautreizende Salzsäure bildet.
Die bekannten Marken Drysol, Anhydrol Forte
und Driclor sind Alkohollösungen mit einer höheren Konzentration
an Aluminiumchlorid (20% ). Obwohl sich die aktive Substanz in der
Alkohollösung nicht so leicht zersetzt wie in Wasserlösungen (denn
sie enthält kein Wasser), ist es wegen des Trockeneffekts der Alkohollösung
notwendig, regelmäßig Feuchtigkeitscremes aufzutragen. All diese
Antitranspirante sind entweder als Roll-On oder Tupfspender erhältlich.
Bei diesen Verpackungen besteht jedoch das Problem, dass das Wasser
verunreinigt wird (Schweiß oder Wasserdampf dringt durch die Roll-On-Kugel
oder den Tupfaufsatz usw. in den Behälter ein). Dies hat zur Folge,
dass sich ein Zersetzungsprodukt, d.h. Salzsäure bildet, die die
Haut reizt. Bei den Präparaten handelt es sich um einigermaßen wirksame
Antitranspirante, die die Haut jedoch so stark reizen und austrocknen,
dass viele Menschen diese Mittel langfristig nicht vertragen.
Odaban Antitranspirant unter www.odaban.com
war das erste der Präparate mit 20% Aluminiumchloridgehalt, die
Ende der 60-ger Jahre hergestellt wurden, und ist trotzdem immer
noch das einzige Produkt dieser Art, bei dessen Zusammensetzung
diese Probleme berücksichtigt werden. Odaban enthält ein spezielles
Silikon, das die austrocknende Wirkung des Alkohols bekämpft. Im
einzigartigen Titan-Zerstäuber bleibt das Präparat hermetisch versiegelt.
Durch diesen speziellen Behälter wird das Produkt vor einer Kontaminierung
durch Schweiß und andere Wasserquellen geschützt, die das Aluminiumchlorid
abbauen könnten, und eine genaue Dosierung ermöglicht. Odaban wird
nach den Standards der FDA (amerikanische Behörde für die Zulassung
von Medikamenten) hergestellt und gilt mittlerweile bei vielen Menschen
als das wirksamste und gesundheitsschonendste Antitranspirant, das
es gibt.
IONTOPHORESE
An zweiter Stelle steht die Iontophorese. Bei dieser
Behandlung der Hautoberfläche wird eine geringe Stromspannung durch
Wasser oder feuchte Polster geleitet. Dies führt dazu, dass die
Oberflächenproteine in der Haut gerinnen und die Schweißkanäle teilweise
blockieren. Diese Therapie kann viel Zeit in Anspruch nehmen und
ist etwas lästig, kann sich aber in Verbindung mit anderen Therapien
als wirksam erweisen. Idrostar kann zu Hause benutzt werden und
ist unter http://www.stdpharm.co.uk/iontophoresis/iontophoresis2.html erhältlich. Es wird behauptet, Idrostar sei wirksamer
und wirtschaftlicher als ältere Geräte.
MEDIKAMENTE ZUM EINNEHMEN
Die Einnahme von Tabletten hilft bei extremer
Hyperhidrose. Sie müssen jedoch wissen, dass es sich hierbei um
eine drastische Maßnahme handelt, die nur unter Aufsicht eines Arztes
erfolgen sollte. Sie können über das Internet Medikamente bestellen,
die in ihrer Konzentration rezeptpflichtigen Medikamenten entsprechen.
Ich möchte Ihnen jedoch raten, dies nicht zu tun. Medikamente zum
Einnehmen haben Nebenwirkungen: trockener Mund, trockene Augen,
Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden usw. Ihr Arzt kann am besten dafür
sorgen, dass diese starken Medikamente eingenommen werden, ohne
die Gesundheit zu schädigen. Informieren Sie sich über Robinul Tabletten
(Glykopyrrolat – der offizielle Name), Ditropan (Oxybutynin) und
Dixarit (Clonidin), indem Sie sich an Internet-Diskussionsgruppen
wenden. Setzen Sie sich mit diesen Informationen auseinander, bevor
Sie mit Ihrem Dermatologen oder Arzt sprechen. Sie sollten bei der
Lösung Ihres Problems eine aktive Rolle spielen, damit Sie die beste
Hilfe erhalten. Bei einer geringeren Dosierung des Medikaments können
extreme Nebenwirkungen vermieden und Ihre Hyperhidrose trotzdem
reguliert werden, insbesondere wenn neben der Einnahme ein wirksames
Antitranspirant verwendet wird.
SPRITZEN
Beim Einspritzen von Botox werden die Nervenzellen
mit einem starken Nervengift vergiftet. Diese Behandlungsmethode
ist wirksam, jedoch sehr teuer und kann starke Schmerzen verursachen.
Die Wirkung ist nicht von Dauer (ein oder zwei Jahre). Spritzen
sind daher nur etwas für verzweifelte Hyperhidrosekranke. Sie sollten
es sich gründlich überlegen, bevor Sie sich für diese Methode entscheiden.
OPERATION
Ein operativer Eingriff ist der letzte Ausweg für eine
kleine Gruppe von Menschen, die an Hyperhidrose leiden. Durch ETS
oder endoskopische transthorakale Sympathektomie können Schweißausbrüche an verschiedenen
Körperstellen erheblich reduziert werden. Diese Operation kann jedoch
erhebliche Probleme mit sich bringen: Es besteht das Risiko, dass
sie zu einem starken Schwitzausgleich (CS – compensatory sweating)
führt. In den letzen Jahren wurde die Methode verbessert, bei der
die Teile des vegetativen Nervensystems, die die Hyperhidrose auslösen,
durchtrennt werden. Die neue Abklemmmethode kann vielleicht rückgängig
gemacht werden, sollte sich der Schwitzausgleich als ein zu höher
Preis erweisen. Ich möchte Ihnen raten, gründlich über die Risiken
nachzudenken, bevor Sie diese Operation in Betracht ziehen. Lesen
Sie so viel wie möglich darüber. Und wenn Sie sich zu dieser Operation
entschließen sollten: Lassen Sie sie nur von einem wirklich guten
Chirurgen ausführen.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Man kann im Kampf gegen die Hyperhidrose die Oberhand
gewinnen. Die meisten Menschen werden feststellen, dass Odaban oder
eine Kombination aus Odaban, Iontophorese oder Medikamenten zum
Einnehmen das Problem löst. Die Minderheit, für die diese Lösung
keine zufriedenstellende Abhilfe schafft, sollte keine vorschnellen
Entscheidungen treffen. Allerdings ist es möglich, dass Fortschritte
in der Medizin zu besseren Operationsmethoden und somit irgendwann
zu einer Reduzierung des Schwitzausgleichrisikos führen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Jeff Bracey
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